Die immunchemisch homogene menschliche Pepsinogen I-Gruppe (PgI) wurde aus Magenschleimhautextrakt durch Immunoadsorbentien und durch DEAE-Chromatographie gereinigt. PgI ergab anläßlich der elektrophoretischen Auftrennung bei pH 8,2 5, bei pH 5,6 nur 4 proteolytische Banden. Nach Säureaktivierung wurde menschliches Pepsin (PI) vom Inhibitor durch Affinitätschromatographie mit Hilfe von Poly-L-Lysine abgetrennt. Gereinigtes PgI enthielt 9–16% des Inhibitor-Peptids. Die Ausbeute von PI betrug 64–85%. Eine Zunahme der spezifischen Aktivität um 65% wurde beobachtet. PI ergab in der Agargelelektrophorese bei pH 5,6 drei proteolytische Banden. Der pH-Bereich von PI war ziemlich weit und ergab zwei Maxima bei pH 2,0 und pH 3,0 unter Verwendung von Hämoglobin als Substrat. Eine irreversible Inaktivierung von PI wurde bei pH 7,0 und bei 60° C beobachtet. Der mit N-Acetyl-L-Phenyl-Alanyl-L-3,5 Diiodotyrosin bestimmte Km-Wert von PI betrug 0,170 mmol. Die spezifische Aktivität betrug 9,6 IU/mg (Hämoglobinsubstrat) und 0,032 IU/mg (Dipeptidsubstrat). Pepsinogen vom Schwein (PPg) und dessen aktiviertes Pepsin (PP) wurde zum Vergleich mit untersucht. PP ergab ein identisches Elutionsmuster in der Affinitätschromatographie. Nach elektrophoretischer Auftrennung ergaben PPg und PP zwei proteolytische Banden bei pH 5,6, die jedoch unterschiedliche elektrophoretische Mobilitäten aufwiesen. Das pH-Optimum von PP lag bei pH 2,0. PP war etwas mehr empfindlich gegenüber Alkali- und Hitzeinaktivierung als menschliches P. Im Vergleich zum menschlichen PI wurden bei PP höhere Km-Werte von 0,082 mmol und höhere spezifische Aktiv